Internationale Überweisungen sind ein fester Bestandteil im globalen Zahlungsverkehr – sei es für Unternehmen, die weltweit agieren, oder für Privatpersonen, die Geld an Familie und Freunde im Ausland senden. Eine entscheidende Rolle dabei spielt der SWIFT-Code, der dafür sorgt, dass die Zahlung sicher und korrekt beim Empfänger ankommt.
In diesem Artikel erklären wir Schritt für Schritt, wie eine internationale Überweisung mithilfe von SWIFT-Codes funktioniert, worauf Sie achten sollten und welche Vorteile dieses System bietet.
1. Was ist ein SWIFT-Code?
Ein SWIFT-Code (auch BIC-Code genannt) ist ein standardisierter Identifizierungscode, der weltweit von Banken verwendet wird. Er basiert auf dem ISO-9362-Standard und dient dazu, Finanzinstitute bei internationalen Transaktionen eindeutig zuzuordnen.
Der SWIFT-Code besteht aus 8 oder 11 Zeichen und enthält Informationen über:
- die Bank (Bankcode)
- das Land (Ländercode)
- den Ort (Ortscode)
- die Filiale (Filialcode)
Beispiel für einen SWIFT-Code:
DEUTDEFF500
Hier steht „DEUT“ für die Deutsche Bank, „DE“ für Deutschland, „FF“ für Frankfurt und „500“ für eine bestimmte Filiale.
2. Warum ist ein SWIFT-Code bei internationalen Überweisungen notwendig?
Internationale Zahlungen durchlaufen mehrere Banken, sogenannte Korrespondenzbanken. Damit eine Überweisung eindeutig einem bestimmten Finanzinstitut zugeordnet werden kann, wird der SWIFT-Code verwendet.
Wichtige Gründe für die Verwendung:
- Vermeidung von Fehlleitungen oder Rücküberweisungen
- Schnellere Bearbeitung durch eindeutige Identifikation
- Höhere Sicherheit bei internationalen Geldtransfers
- Verpflichtend bei Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums
3. Welche Informationen brauche ich für eine SWIFT-Überweisung?
Um eine internationale Überweisung mit einem SWIFT-Code korrekt durchzuführen, benötigen Sie folgende Angaben vom Zahlungsempfänger:
- Name des Empfängers
- IBAN (oder Kontonummer)
- SWIFT-Code (BIC) der Empfängerbank
- Name und Adresse der Empfängerbank
- Verwendungszweck (optional)
In manchen Fällen können zusätzliche Angaben erforderlich sein, z. B. eine Routing-Nummer oder eine Adresse des Empfängers. Wenn Sie SWIFT-Codes suchen, ist swiftcodesearch.com eine hilfreiche Adresse.
4. Ablauf einer internationalen Überweisung mit SWIFT-Code
Schritt 1: Überweisungsdaten sammeln
Besorgen Sie sich die vollständigen Bankdaten des Empfängers inklusive des korrekten SWIFT-Codes. Nutzen Sie dafür seriöse Quellen wie swiftcodesearch.com, falls Ihnen der Code nicht vorliegt.
Schritt 2: Überweisung im Online-Banking oder bei der Bank beauftragen
Melden Sie sich bei Ihrem Online-Banking an oder gehen Sie direkt zur Filiale Ihrer Bank. Wählen Sie „Auslandsüberweisung“ oder „internationale Überweisung“.
Schritt 3: Daten eingeben
Geben Sie alle erforderlichen Informationen ein – insbesondere IBAN/Kontonummer und den SWIFT-Code der Empfängerbank.
Schritt 4: Währung wählen
Wählen Sie die Währung, in der der Betrag überwiesen werden soll. In vielen Fällen kann die Empfängerbank auch eine Fremdwährung in die Landeswährung umrechnen.
Schritt 5: Gebühren prüfen
Je nach Bankmodell können unterschiedliche Gebühren anfallen, z. B.:
- Pauschalgebühren
- Prozentuale Gebühren vom Überweisungsbetrag
- Wechselkursaufschläge
Ein Vergleich mit spezialisierten Anbietern wie Wise kann hier sinnvoll sein.
Schritt 6: Überweisung bestätigen
Nach Eingabe und Prüfung aller Daten bestätigen Sie die Überweisung. Ihre Bank leitet das Geld über das SWIFT-Netzwerk weiter.
5. Wie lange dauert eine internationale Überweisung?
Die Dauer hängt von mehreren Faktoren ab:
- Zielbankland: Überweisungen in EU-/EWR-Staaten sind meist schneller (1–2 Werktage).
- Zwischenbanken: Manche Zahlungen werden über Zwischeninstitute geleitet.
- Währung: Fremdwährungen können zusätzliche Bearbeitungszeit verursachen.
Üblicher Zeitrahmen:
1 bis 5 Werktage
6. Welche Gebühren fallen bei einer SWIFT-Überweisung an?
Internationale Überweisungen können folgende Gebühren verursachen:
- Gebühren der sendenden Bank
- Gebühren der Empfängerbank
- Kosten durch Zwischenbanken
- Wechselkursdifferenzen
Viele Banken bieten dabei drei Gebührenoptionen:
- OUR: Sender übernimmt alle Gebühren
- SHA: Gebühren werden zwischen Sender und Empfänger geteilt
- BEN: Empfänger trägt alle Kosten
Vergleichen Sie verschiedene Anbieter, um die besten Konditionen zu finden.
7. Vorteile einer SWIFT-Überweisung
- Weltweit einheitlicher Standard
- Sichere und zuverlässige Abwicklung
- Kompatibilität mit nahezu allen Banken weltweit
- Möglichkeit zur Nachverfolgung von Überweisungen
- Geeignet für große und kleine Beträge
8. SWIFT-Code richtig finden und prüfen
Nutzen Sie seriöse Datenbanken wie swiftcodesearch.com, um sicherzustellen, dass der SWIFT-Code korrekt ist. Dort können Sie nach Ländern, Banken und Städten filtern und so den richtigen Code schnell finden.
Ein falscher oder fehlender SWIFT-Code kann zu Verzögerungen, Rückbuchungen oder sogar Verlust des Betrags führen.
Fazit
Internationale Überweisungen mit einem SWIFT-Code sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil des globalen Zahlungsverkehrs. Die klare Struktur, weltweite Gültigkeit und hohe Sicherheit machen dieses System zum bevorzugten Standard bei Auslandsüberweisungen.
Wenn Sie regelmäßig Geld ins Ausland überweisen oder einmalig eine Transaktion ins Ausland planen, achten Sie darauf:
- alle Daten vollständig und korrekt einzugeben
- den SWIFT-Code sorgfältig zu prüfen
- Anbieter und Gebühren zu vergleichen
So stellen Sie sicher, dass Ihr Geld sicher, schnell und kosteneffizient beim Empfänger ankommt.
